Pixlr Express

Der folgende Beitrag Pixlr Express erschien erstmals 2013 im eBook

Smartphone-Fotografie – Das Praxisbuch

Nach diversen Updates wird dieser Beitrag in der neuen Ausgabe 2016/2017 nicht mehr erscheinen. Die App wurde inzwischen vom Hersteller in Autodesk Pixlr umbenannt und ist kostenlos für Android und iOS erhältlich.

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Pixlr Express von Autodesk Inc.

 

Diese kostenlose App, für Android und iPhone, besticht ebenfalls durch leichte Bedienung und einem riesigen Funktionsumfang von über 600 Bearbeitungsmöglichkeiten. Zunächst wird die Rumpf-App von nur 5,6 MB heruntergeladen. Doch richtig Spaß macht es erst mit den nicht vorinstallierten Paketen.

Der Startbildschirm bietet die Möglichkeit ein Foto mit einer der installierten Kameras aufzunehmen, den Aufruf eines Albums, einer Collage  oder das letzte Foto aufzurufen(Neu). Wie auf dem Screenshot mit den Steinen zu sehen ist, sind nur zwei der zehn Rahmenpakete installiert. Die anderen Buttons haben in der Mitte einen kleinen Kreis mit dem Download-Symbol. Mit dem einmaligen kostenlosen Download bekommen Sie jeweils ein Paket mit mehreren Optionen. So gibt es beispielsweise mit dem Rahmenpaket Ink 32 unterschiedliche Rahmen. Da diese nicht gleichmäßig sind, können noch mehr unterschiedliche Effekte durch Drehen, und vertikal oder horizontal Vertauschen, erzeugt werden. Die Stärke des Rahmens  lässt sich mit einem Schieberegler aussteuern.

Kleiner Tipp: Wenn Sie das Programm vollständig nutzen wollen, sollten Sie um Geld, Zeit und Nerven zu sparen die Pakete mit einer schnellen, stabilen Internetverbindung über WLAN herunterladen.

Die Basics sind bei Pixlr Express unter dem Punkt Anpassung zu finden. Neben den  üblichen Einstellungsmöglichkeiten wird hier auch ein Rote-Augen-Tool angeboten. Auf die Mitte des betroffenen Auges tippen, und über den Schieberegler die Toleranz einstellen. Unter dem Menüpunkt Farbe lässt sich Farbton, Sättigung und Helligkeit steuern. Die Dynamik heißt hier Lebendigkeit. Doch die Punkte Doodle und Bild hinzufügen habe ich keines Falls bei den Basics vermutet. Mit Doodle können Sie mit dem Finger auf das Bild malen, wie zum Beispiel Herzchen oder Sternchen. Diese Symbole sind sogar auf dem Doodle-Button abgebildet. Eine weitere Überraschung ist die Bild hinzufügen-Funktion. Überlagern Sie das Ursprungsbild mit einem anderen, und steuern Sie die Deckkraft aus. Bei 100% Deckkraft sehen Sie natürlich nur das neue Bild.

Sehr gut gefällt mir die Brennpunkt-Funktion. Da die Unschärfe, aber auch die Farbe und das Leuchten im Schärfebereich geregelt werden können, sind mit ein wenig Übung auch Tilt-Shift Effekte möglich. Es ist mit diesem Werkzeug nicht ganz einfach, den Übergang zwischen Schärfe und Unschärfe, ohne sichtbare Ränder zu gestalten.

Bei Pixlr Express wird übrigens nicht durch Wischen, sondern mit einem Regler gesteuert. Wenn es schnell gehen soll, bieten viele Apps, so auch diese, das automatische Korrigieren an. Bei meinen Tests mit Pixlr Express führten diese auch zu befriedigenden Ergebnissen. Automatisches Korrigieren probiere ich immer mal wieder aus, nach kritischer Betrachtung verwerfe ich aber die Ergebnisse meistens wieder.

Natürlich dürfen sie auch hier nicht fehlen, die Effekte. Sieben Pakete bietet diese App, jedes mit weiteren Effekten. Die Deckkraft kann mit dem Knopf Ausblenden verringert werden. Besonders gefallen hat mir der Creative-Ordner. Mit den 13 Möglichkeiten, die teilweise an Andy Warhol erinnern, macht das Ausprobieren richtig Spaß.

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